Musiker/Musikerinnen


Birgit

Ihre musikalische Karriere beginnt klassisch – von den Eltern bestimmt – mit einer Blockflöte. Ihre Frage nach einer Klavierausbildung wird mit einem Akkordeon beantwortet. Ihre verwunderten Augen zwingen zum elterlichen Argument: „Da sind auch Tasten drauf und des is net so schwer zum Tragen!“ Na toll! Mit 12 schafft sie den Absprung weg von Holz und Tasten hin in die Welt der Blechbläser. Der Sprung ist gewagt: sie streift das Kuhlohorn und landet auf dem Waldhorn. Mit Schweiß und Fleiß entwickelt sie ihren Ton, mit List und Lust verwickelt sie sich in Vorzeichen und mit Hitze und Stütze umwickelt sie Blechreiz mit ihrem durchdringenden Klang. Eine reizende Künstlerin ist sie auch auf dem Backblech. Ob in Probenpausen oder vor Konzerten: Birgits „Blechreiz“ stärkt uns alle und gibt dem Ensemble einen „satten“ Klang.


Nadine

(Trompete, Flügelhorn) – Nadine spielt Trompete und das schon seit über 10 Jahren. Begonnen hat Sie ihre Bläserkarriere bereits mit 12 Jahren an der Posaune und wenn man noch weiter in de Vergangenheit gräbt, stößt man auch bei Nadine auf die, bei Bläsern allseits „geliebte“ Blockflöte. Wenn Nadine mal nicht gerade für das nächste Blechreizkonzert übt, kümmert Sie sich als Bezirkschorleiterin um die Bläser im südlichsten Teil von Franken (Bezirk Heidenheim) und um Ihren Posaunenchor in Westheim, den sie jetzt schon seit 2000 leitet.bBevor Nadine zu Blechreiz kam, spielte sie unter anderen auch in der CV Brassband. Auf einer Bläserfreizeit „in der Schweiz“ hat sie DEN BERND kennen gelernt, der sie sogleich zur nächsten Blechreizprobe mitnahm. (natürlich nur wegen des überragenden Talents). Später haben die beiden sogar geheiratet. Im richtigen Leben ist Nadine Chemielaborantin in Ansbach und Mutter von 3 Nachwuchsbläsern. Wie die Chemie in unserer Gruppe stimmt, müssen Sie im nächsten Konzert selber beurteilen.



Rebecca

(Posaune, Euphonium) – Rebecca, charmanter Kugelblitz mit – (Bauer)Powersound
Unweigerlich bleibt Ihr Blick bei den rehbraunen Augen und dem wohl charmantesten Lächeln des Ensembles hängen. Eingelullt werden Sie dann noch von dem vollen und samtweichen Posaunensound – schon ist es um Sie geschehen und Sie schmelzen dahin. Doch halt, spätestens bei einem Blick auf die Highheels – eher einzuordnen in die Kategorie Waffen – ist Ihnen bewusst: nur nett lächeln ist nicht.
Rebeccas größter Traum ist ein Haus mit einem eigenen Schuhzimmer, in dem sie dann ihre weit über 50 hoch- und noch höher-kalibrigen Schuhe ordentlich aufbewahren kann.
Nun etwas zur Vita: Wie fast jedes Ensemblemitglied kam auch Rebecca in den frühen Kindertagen nicht um das Blockflötenspiel herum. Bald erbarmten sich ihre Eltern und Klein-Rebecca durfte im Alter von sieben Jahren mit dem Posaunespielen (natürlich gleich auf einer wirklich großen) beginnen. Ihr Arm reichte damals gerade mal bis zum Platz „fünf“ auf.
Neben Blechreiz ist Rebecca festes Mitglied beim BLJP (Bayerischer Landesjugendposaunenchor) und unterstützt nach wie vor ihren Heimatposaunenchor Sachsen bei Ansbach, sowie die Posaunenchöre Dietersdorf, Nürnberg St. Johannis und gelegentlich das Jugendblasorchester Ansbach. Rebecca ist ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Verband evangelischer Posaunenchöre in Bayern e. V. und arbeitet als Dozentin bei dessen Fortbildungsveranstaltungen mit. Eine Vielzahl von Jungbläsern darf gerade bei ihr das Posaune- bzw. Trompetespielen erlernen. Wo immer Not an „Frau“ ist – springt Rebecca gerne und gekonnt ein. So ist es nicht verwunderlich, dass sie vor einiger Zeit auch die Leitung der Nürnberger Bäckerposaunen übernommen hat.
Rebecca studiert gerade Mathe und Musik für Realschullehramt in Nürnberg. Das fortschreitende Studium führt nun dazu, dass wir in unseren Proben, neben den Belehrungen von Andreas, auch Rebeccas schlauen musiktheoretischen Ergüssen lauschen müssen und solch gegen die eigene Natur laufende Dinge wie „Hemiolen“ und „piano“ spielen.
Sollten Sie auf einer Skipiste von einem weißblauen Kugelblitz, dicht gefolgt von einem schwarzem Etwas überholt werden, kann es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Rebecca handeln, die gerade verfolgt von ihrem Ehemann, unserem Posaunen-Martin, den Hang hinab düst.


Tatjana

(Trompete, Flügelhorn) – Als Aushilfe bei Blechreiz begonnen, ist sie nun in den Status eines vollwertigen Ensemblemitgliedes aufgestiegen. Ihr wunderbarer Trompetenton ist eine absolute Bereicherung für unser Ensemble. Aus musikalischer als auch aus kulinarischer Hinsicht würden wir ungern je wieder auf Tatjana verzichten. In ihrem Zuhause bekommt man nämlich die besten „Schäuferle“ Nürnbergs. Die nähere Adresse verraten wir hier aus verständlichen Gründen NICHT.




Andreas

(Dirigierstab) – Nach seinen ersten Schritten als Bassposaunist in „Blechreiz“ sah er sich – vermutlich ob seiner 1,92 cm – schnell zu etwas Höherem berufen. Welche Stelle ist hierfür besser geeignet als Hoch-B-Trompeter. Nun ja, nachdem diese Stelle bereits besetzt war, blieb somit nur noch die Stelle des Dirigenten übrig. So hatte diese weitreichende Entscheidung zur Folge, dass Andreas nunmehr unser Dirigent, unser Manager und unser Notenwart ist. Wenn Andreas sich und seine Position im Ensemble erklärt, klingt das so: „Ich bin der Organist und ihr seid die Pfeifen!“ – Die Wurzeln dieser doch etwas befremdlich anmutenden Einstellung liegen vermutlich in Andreas Kindheit, da er seine musikalische Karriere als Organist der kleinen Gemeinde Eysölden (gleich neben dem Haindlhof) begann. Andreas ist darüber hinaus für uns die beste Wahl als Dirigent. Er ist pünktlich, immer gut vorbereitet, hat Ahnung von Harmonielehre (gut, ein Einäugiger ist unter den Blinden bekanntlich auch ein König) und ist diszipliniert. Es macht Freude, unter seiner Leitung zu musizieren und wir hoffen, dass er seine Pfeifen noch lange weiter „stimmt“.


Bernd

(Trompete, Piccolo-Trompete, Flügelhorn) – Blechreiz hat den Vorteil, dass wir gerade in Führungspositionen redundant besetzt sind. Bernd steht von links ausgesehen, an der 3. Position, was nicht bedeuten soll, dass er bei uns der 3. Drombeder ist. Er ist einer von den drei 1. Drombedern und wir sind uns bis heute nicht ganz sicher, ob wir die drei ersten wirklich unterscheiden können. Der eine spielt ganz ordentlich hoch und lange, der andere liefert mehr oder weniger geistreiche Beiträge, der dritte liefert noch bessere Einwürfe (nicht die musikalischen) und alle drei sind am Buffet ganz weit vorne.

Hier der blastechnische Lebenslauf von Bernd:
– Er hat nicht an der Blockflöte begonnen
– Er hat das Blasen im Posaunenchor Eyb gelernt
– Er war Zivi beim Posaunenchorverband 1.)
– Er war langjähriger Dauerbucher der Bläserfreizeit in Losone
– Er hat in Losone auch seine Frau kennengelernt (die spielt auch bei uns)
– Er war / ist ehrenamtlicher Mitarbeiter in Posaunenchorverband
– Er ist Chorleiter in Eyb
– Er ist Bezirkschorleiter im Bezirk Ansbach
– Er ist Gründungsmitglied von Blechreiz 3.)
– Er spielt auch hin und wieder bei uns ein Solo 4.)

Das war für KK eine Aufgabe.
2.) Landesposaunenrat im Verband evangelischer Posaunenchöre in Bayern e. V.
3.) Er hat nach kurzer Zeit wieder aufgehört und behauptet, dass sich das Ensemble erst weiterentwickeln musste. Hier gibt es aber auch andere Meinungen.
4.) Sollten Sie nicht hören, wann Bernd ein Solo spielt, dann müssen Sie nur die Gesichtsfarbe beobachten. Wenn´s hoch wird wechselt diese nach rot, wenn´s noch höher wird sie nochmal anders.


Gerrit

Sein Aussehen verrät es: Gerrit erblickt am 18.12.1993 im hohen Norden das Licht der Welt, in .. – naja, auf jeden Fall außerhalb von Bayern. 

Dort laufen die Dinge etwas anders. Als Gerrit nun also in der 4. Klasse begann, seiner Lehrerin auf die Nerven zu gehen, bekam er als Belohnung eine Posaune in die Hand gedrückt. Und weil die noch nicht groß genug ist, steigt man(n) nach ein paar Jahren auf eine Bassposaune um. Jetzt wundert sich sicher der/die ein oder andere LeserIn: Was? Aber wo ist denn der unvermeidliche Absatz zur Blockflöte?
Hier: Blockflöte spielen kann er natürlich auch, aber ein Gerrit braucht dafür doch keinen Unterricht. 

Ein Musikerherz war nun also geboren und so musste es befeuert werden. Zuerst kam das Klavier dazu. Doch ein Mensch, der so gerne redet, möchte sich dabei nicht nur selbst zuhören und so keimte ein anderes Gefühl auf, das Bedürfnis des gemeinsamen Musizierens im Posaunenchor, der Schul-Bigband, dem Landesjugendposaunenchor Niedersachsen. 
Bei Gerrit ist das aber nicht nur heiße Luft – der Junge hat Mut. Und so wagt er, nach diesem ausgiebigen Studiums der Posaune dann den großen Schritt: 2012 fühlt Gerrit sich bereit auch in Franken zu spielen:

Zuerst 2014 mit den Bäckerposaunen. In den Bayerischen Landesjugendposaunenchor schaffte er es 2015.
An der Berufsfachschule für Musik macht er seinen Abschluss sogar mit Auszeichnung. 2019 beginnt er in Würzburg Bassposaune zu studieren, 2020 setzt er das Studium dann in Nürnberg fort und jetzt halten Sie sich fest!
Geradezu waghalsig entscheidet er, dennoch in Fürth zu wohnen. 

Naja, so haben wir eben auch noch etwas, das wir ihm beibringen können, denn was den Bassposaunen-Basssound angeht, da fehlen uns die Worte. (Und Gerrit fragt hier keiner) 



Martin B.

(Posaune, Bariton) – Ob schnell oder langsam, ob hoch oder tief, für Martin kein Problem. Wenn es sein muss legt er sich auch einmal mit der Bassposaune an. Martin wurde in den frühen Jahren seines Leben genötigt das Blockflöte Spielen zu erlernen. Als er sich dann so in der 2. oder 3. Klasse geweigert hatte dieses Instrument weiter zu spielen – zum Glück – , lernte er im Posaunenchor Dietersdorf nun endlich das Posaune-Spielen. So richtig durchgestartet hat er dann mit 16, als er an der Musikschule in Schwabach Unterricht nahm und dort auch in der Bigband spielte.
Irgendwann während dieser Zeit hat er dann bei Blechreiz angefangen und spielte auch noch beim Bayerischen-Jugend-Posaunenchor mit. Neben seiner liebe zum Posaune-Spielen gibt es noch zwei Dinge in seinem Leben. Nämlich seine Rebecca und das schreiben irgendwelcher komplexen Computerprogramme.
„Irgendsowas hat er auch mal studiert“.
Martin spielt immer noch eine Cortois-Posaune. Sie hat keinen Namen, weil er sich eigentlich schon seit seiner Zivizeit beim Posaunenchor-Verband eine neue kaufen will.
Wahrscheinlich wartet er noch drauf, dass man so eine Posaune programmieren kann.


Martin E.

(Posaune, Euphonium) – Der Grisu unter den Blechbläsern. Der Enzi ist das erste Mitglied, dass nach unserer neuen Stellenbeschreibung besetzt wurde. (vorher konnte bei uns jeder mitmachen, wenn er einigermaßen ein Instrument halten konnte)

Unserer Stellenbeschreibung für Posaunisten ist sehr eindeutig:
§1. Neue Posaunisten sollten vielseitig einsetzbar sein (hohe Posaune, tiefe Posaune, moderne Posaune, alte Posaune).
§2Neue Posaunisten sollen nun auch singen können (normaler Tenor, Counter Tenor, Bass, AC/DC).
§3Neue Posaunisten müssen still und leise sein (damit die anderen mehr reden können).
§4Neue Posaunisten sollten nicht so hungrig sein (damit für die anderen am Buffet was übrigbleibt).

Leider konnten wir mit diesen Anforderungen auch nach langem Suchen keinen finden. Deswegen haben wir die 112 gewählt – die Nummer für echte Notfälle. Da war dann der „Enzi“ dran. Weil der nämlich, wenn er keine Musik macht, Feuerwehrmann ist. Nein, der ist sogar Feuerwehrkommandant in Offenbau.
Musik macht er auch in Offenbau: Er ist auch noch Posaunenchorleiter und stellvertretender Bezirkschorleiter. Im Bezirk bildet er die Jungbläser aus und bei den Lehrgängen im Posaunenchorverband hilft er auch fleißig mit.
Sonst ist er hauptberuflich Musiklehrer und seine musikalische Grundausbildung hat er nicht wie alle anderen Ensemblemitglieder an der Flöte, sondern bei den Windsbachern bekommen.
Wenn ihr wissen wollt, wie der „Enzi“ singen kann, dann müsst ihr unseren Schlagzeuger fragen. Der war nicht bei den Windsbachern, versteht aber was von guter Musik


Stefan

(Trompete: Scherzer, Piccolo-Trompete, Flügelhorn) – Mundstück 1 1/2 C 3.8 – weiß jemand was das bedeutet? Vermutlich verdammt hoch!
Geboren, um schon in jungen Jahren auf altem Plesshorn und Dash-Kübeln zu musizieren, startete der Stefan 1988 seine Traumbläserkarriere natürlich auf einem Kuhlohorn beim Posaunenchor Rohr. Dort konnte er sein Wirken seit ca. 1997 auf die Chorleitung ausdehnen. Fast 10 Jahre lang erweiterte er sein Repertoire bei der CV-Brassband, die ohne ihn leider nur noch ein Schattendasein führte und in der Zwischenzeit ganz verschwunden ist. 😉 Seit der Gründung von Blechreiz behauptet der Stefan seinen 1.-Trompeter-Platz trotz permanenter „Stuhlsäger“ (Grüße an Manni, Renate, Bernd, Martin, Jens, Philipp, Ralph und Johannes und alle, die ich noch vergessen hab). Häufig ist er in verschiedenen Combos oder Blaskapellen zu sehen, äh zu hören. Wann immer es dem Stefan möglich ist, betätigt er sich als Tompeten-Tasten-Quäler und Tonschubser, während er im wahren Leben eher PC-Tasten quält und Bits und Bytes schubst. Zu seinen Lieblingsstücken gehören: „titatata titatata titatata titatata tatitata tatatata tatatatata tatatata“, na, erraten? Klar, die Queen und natürlich das Maisvögelchen „Tico Tico“.


Stephan

Stephan spielt bei uns die Tuba. Nein, Stephan spielt bei uns die Tuben. Wir wissen auch nicht so genau, warum er zwei Tuben hat. Beide klingen sehr tief und beide sind gerne etwas spät. Stephan musste die beiden Instrumente auch selbst finanzieren. Es gab von uns keinen Zuschuss. Eine Tuba ist in B gestimmt, die andere in Es. Bevor der Stephan Tuba gespielt hat, hat er erst mal Posaune gelernt. Das merkt man heute noch. Als gelernter Maschinenbautechniker hat er seine Tuben auch gleich noch etwas umgebaut. Jetzt kann er bei einzelnen Tönen wieder Zugposaune spielen. Er nennt das Ausgleichen.

Sie sollten sich das Bild genau anschauen. Während des Konzerts sieht man Stephan nicht so oft. Beim Spielen versteckt er sich immer hinter der Tuba und während der Pausen schraubt er an seinen Instrumenten, damit diese beim nächsten Stück auch durchhalten. Sie sollten aber genau hinhören, wenn der Stephan in seine Tuben bläst. Das kann er ziemlich gut und manchmal hört er gar nicht mehr auf…


Thomas

(Bassposaune, Euphonium) – Unser Thomas hat mit 8 Jahren, man will es kaum glauben, mit einer Kühnl Trompete in der Welt der Blechbläser angefangen. 10 Jahre später, also 1982 stieg er in die Elite auf und wechselte zur Posaune. Durch stete Weiterentwicklung wurde daraus letztendlich die Kromat Bassposaune, die er mit einem RIESIGEN Mundstück spielt. Obwohl der Bass gelegentlich ein bisschen hinterher ist, ist Thomas vielseitig musikalisch begabt, schließlich durfte er schon in der BigBand der EWF, beim Heeresmusikkorps Garmisch Patenkirchen und bei Gloria Brass mitspielen.
Er lernte neben Trompete, Posaune und Bassposaune auch noch Klavier und brachte sich selbst das Blockflöte Spielen bei. Warum der das tat, bleibt allerdings ein Rätsel.
2005 ist es dann soweit, der Thomas gesellt sich zu Blechreiz. Von Dieter Meyer als Ensembleleiter angefragt, steigt er schließlich als Bassposaunist ein, als sein Vorgänger sich ans Dirigierpult stellt. Für einen Bassposaunisten ist es gut, wenn der Dirigent auch Bassposaunist ist, dann kann er nicht schleppen.
Neben der Blechbläserei ist unser Thomas Zahnarzt und darf sogar Blechreizer auf seinem Behandlungsstuhl quälen. Er versichert dabei aber, dass der nicht so tief bohrt, wie er spielen kann.
Dem genauen Betrachter des Ensembles fällt auf, dass nicht nur einige weibliche Mitspieler ausgesprochen großen Wert auf ihre Fußbekleidung legen, sondern auch der Herr Bassposaunist immer sehr elegant bekleidet ist.
Für einen Mann sind 15 Paar Schuhe ja auch schon eine Menge.


Werner

(Schlagzeug, Pauken) – Acht Uhr, die Glocken hören auf zu leuten. Das Publikum wartet gespannt. Da schlendert Werner auf die Bühne und setzt sich ans Schlagzeug. Schaut sich um, kein Bläser in Sicht. Werner zuckt lässig mit den Schultern, lässt einen trockenen Spruch in breitem Fränkisch los und fängt an zu trommeln. So bricht er das Eis und schafft es, unserem (ebenfalls ganz fränkisch) anfangs eher sprödem Publikum gleich mal ein Lachen zu entlocken, bevor die Bläser überhaupt einmarschieren.
Werner ist eben ein fränkisches Original, und noch dazu eins mit musikalischen Qualitäten (soweit man bei Schlagzeugern von musikalisch reden kann).
Bevor er überhaupt laufen konnte, soll er schon in mehreren Rockbands die Basedrum bedient haben. Bei Blechreiz hat er es sogar bis zum Notenlesen gebracht, was bei Schlagzeugern sehr, sehr selten, eigentlich fast nie vorkommt.
Werner schneitet auch mal ein Stahlrohr zu, um eine Glocke für Bilder einer Ausstellung herzustellen. Und wenn es mal zu schwierig für uns wird, ist er bereitwillig unser Schutzblech (für nicht-Eingeweihte: d.h. er muss unsere Fehler übertönen).Wir sind sehr froh, Werner in unserer Mitte zu haben.